Auf Anregung der Präsidien der Fachkommissionen der SKOS trafen sich am 13.01.2026 erstmals alle vier Fachkommissionen in Zofingen zu einem halbtätigen Workshop. Es nahmen 40 Kommissionsmitglieder teil, das entspricht 70 Prozent aller Mitglieder. Die Mitglieder der Kommissionen präsentierten die aktuellen Aktivitäten der Kommissionen. In Gruppenarbeiten wurde ferner der Entwurf für die Verlängerung der SKOS-Strategie bis 2028 diskutiert. Im zweiten Teil wurden folgende dringende Themen besprochen: Gesundheit, Wohnen, soziale und berufliche Integration von Personen mit geringer Arbeitsmarktfähigkeit, Bildung, Integration von Geflüchteten sowie Abbau von administrativen Hürden in der Sozialhilfe.
In den Gruppendiskussionen wurden die drei Themen «Gesundheit mit speziellem Fokus auf junge Erwachsene», «Wohnen» und «Abbau von administrativen Hürden» als besonders wichtig bezeichnet, ohne den anderen Themen die Relevanz abzusprechen. Als weitere wichtige Themen wurden genannt: Organisation der Sozialdienste (Regionalisierung und Professionalisierung), Fachkräftemangel, Schulden, neue Haushalts- und Familienformen, persönliche Hilfe, Schnittstellen zum 1. Arbeitsmarkt und Koordination mit der Armutsstrategie des Bundes.
Die SKOS-Geschäftsleitung hat die Einschätzungen der Kommissionsmitglieder an ihrer Sitzung vom 19. Januar aufgenommen und wird sie in die weiteren Arbeiten zur Strategieverlängerung einbeziehen. Um die vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen gezielt einzusetzen, braucht es eine Prioritätensetzung. Bereits beschlossen wurde die Vertiefung des Themas «Abbau von administrativen Hürden» im Rahmen der Vorstandsretraite Ende April.
Die vier Fachkommissionen
Die Kommission Organisationsentwicklung (OE) beschäftigt sich mit der Betriebswirtschaft und den Strukturen von Organisationen der Sozialhilfe. Sie widmet sich unter anderem den Themen Strategie und Planung, Personalmanagement, systematische Fallführung, Qualitätssicherung und Finanzmanagement.
Die Kommission Richtlinien und Praxis (RiP) befasst sich mit der Ausarbeitung und periodischen Anpassung der SKOS-Richtlinien und weiterer Praxishilfen mit dem Ziel, zu einer möglichst modernen, einheitlichen und bedarfsgerechten Anwendung der Sozialhilfe in Kantonen und Gemeinden beizutragen.
Die Kommission Rechtsfragen behandelt Rechtsfragen zur Sozialhilfe und Probleme im Zusammenhang mit dem Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger (ZUG). Sie äussert sich zu Anfragen von SKOS-Mitgliedern und kommentiert Gerichtsentscheide.
Die Kommission Sozialpolitik und Sozialhilfe (SoSo) beschäftigt sich als Think Thank der SKOS mit sozialpolitischen Themen, die für die Sozialhilfe relevant sind. Sie ist meinungsbildend und erarbeitet Stellungnahmen, Positionen oder Vorstösse zuhanden der Geschäftsleitung und der Geschäftsstelle.


