SKOS-Richtlinien 2021
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Finanzielle Schwierigkeiten wegen der Corona-Krise – was tun?

In Folge der Corona-Krise kommen viele Menschen in der Schweiz in finanzielle Schwierigkeiten.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Unterstützungsmöglichkeiten:

Angestellt in Kurzarbeit

Wenn Sie einen Arbeitsvertrag haben und Ihr Betrieb zu wenig Aufträge hat, kann der Arbeitgeber Kurzarbeit beantragen. Während der Corona-Krise erhalten auch Personen, die temporär oder im Stundenlohn angestellt sind, Kurzarbeitsentschädigung. Auch Personen, die auf Abruf arbeiten haben unter bestimmten Umständen Anrecht auf eine Entschädigung.

Sie erhalten während der Kurzarbeit 80 Prozent Ihres aktuellen Einkommens vom Arbeitgeber. Für Personen mit einem Einkommen unter 4340 Franken bei einem Pensum von 100 Prozent gelten besondere Bestimmungen. Die Kurzarbeitsentschädigung wird durch Ihren Arbeitgeber beantragt. Sie müssen sich nicht selbst anmelden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mit dem Online Rechner Kurzarbeit können Sie Ihren Anspruch berechnen.

Wenn die Kurzarbeitsentschädigung nicht reicht für Ihren Existenzbedarf, können Sie ergänzend dazu Sozialhilfe (siehe unten) beantragen.

Arbeitslos nach Entlassung

Sie haben Ihre Arbeitsstelle verloren. Dann haben Sie gegenüber der Arbeitslosenkasse einen Anspruch auf Arbeitslosentaggelder in der Höhe von 70 Prozent bzw. 80 Prozent des bisherigen Lohns.

Genaue Angaben zur Höhe, Dauer und zu weiteren Fragen finden Sie hier.

Sie müssen sich beim RAV (Regionale Arbeitsvermittlungsstelle) anmelden, um Arbeitslosentaggelder zu beziehen (Adressliste).

Wenn die Arbeitslosentaggelder nicht für die Sicherung des Existenzbedarfs ausreichend sind, können Sie ergänzend dazu Sozialhilfe beantragen (siehe unten).

Corona-Erwerbsersatz

Wenn Sie in einer der folgenden Situationen sind, haben Sie Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung:

  • Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist;
  • Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen;
  • Arbeitnehmende wie auch Selbständigerwerbende oder Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die zu den besonders gefährdeten Personen gehören;
  • Selbstständigerwerbende, die auf Anordnung des Kantons oder des Bundes den Betrieb schliessen müssen und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden;
  • Selbstständigerwerbende, die von einem kantonalen oder auf Bundesebene erlassenen Verbot einer oder mehrerer Veranstaltungen betroffen sind;
  • Selbstständigerwerbende, die ihre Erwerbstätigkeit infolge kantonal oder auf Bundesebene beschlossener Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus wesentlich einschränken müssen.

Weitere Informationen finde Sie hier.

Wenn der Corona-Erwerbsersatz  nicht für die Sicherung des Existenzbedarfs ausreichend ist, können Sie ergänzend dazu Sozialhilfe beantragen (siehe unten).

Sozialhilfe

Sie erhalten keine der oben genannten Unterstützungen oder diese Unterstützungen genügen nicht, um Ihren Existenzbedarf gemäss SKOS-Richtlinien zu sichern: Dann haben Sie Anspruch auf Sozialhilfe in der Höhe Ihres Existenzbedarfs, unter Anrechnung aller Einkünfte und nach Verzehr des Vermögens bis zur Freigrenze.

Wenn Sie Ihren Existenzbedarf nicht decken können, weil Sie keinen Anspruch haben auf eine der oben genannten Unterstützungen oder weil diese Unterstützung nicht genügend hoch ist, haben Sie Anspruch auf Sozialhilfe.

Die Höhe der Sozialhilfe richtet sich nicht nach dem bisherigen Lohn. Sie entspricht Ihrem Existenzbedarf, wie er in den SKOS-Richtlinien definiert ist. Alle Einkünfte sowie Ihr Vermögen werden angerechnet.

Wie die Sozialhilfe funktioniert und welche Rechte und Pflichten Sie dabei haben, ist hier beschrieben. Sie können sich beim Sozialdienst Ihrer Gemeinde bzw. Ihrer Region anmelden. Die Adressliste der Sozialdienste und weiterer Beratungsstellen finden Sie hier.

 

 

Ein Erklärvideo des SECO zeigt, was die Massnahme der Kurzarbeit bedeutet:

 

 

Erklärvideo des SECO zu Massnahmen für Selbstständige und Kulturschaffende:

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