aktuelle SKOS Richtlinien
fileadmin/_processed_/1/7/csm_Richtlinien_3000x720_6c30267dbd.jpg

Grundbedarf für den Lebensunterhalt GBL

Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt in Privathaushalten (Einzelpersonen oder familienähnliche Wohn- und Lebensgemeinschaften) umfasst die folgenden Ausgabenpositionen: Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, Bekleidung und Schuhe, Energieverbrauch (ohne Wohnnebenkosten), allgemeine Haushaltsführung, persönliche Pflege, Verkehrsauslagen (örtlicher Nahverkehr), Nachrichtenübermittlung, Internet, Radio/TV, Bildung, Freizeit, Sport, Unterhaltung, Übriges. 

Detaillierte Informationen bieten die Empfehlungen zum  SKOS-Warenkorb und die Empfehlungen der SKOS Richtlinien (SKOS-RL C.3.1). 

Anpassung an die Preis- und Lohnentwicklungen

Die Anpassung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt an die Preis- und Lohnentwicklungen erfolgt gemäss SKOS-Richtlinien im gleichen prozentualen Umfang wie die Anpassung der Ergänzungsleistungen zu AHV/IV, spätestens mit einem Jahr Verzögerung. 
Aktuell empfiehlt die SODK einen Grundbedarf von CHF 1006 für einen Einpersonenhaushalt (Beschluss SODK vom 30.11.2020).

Auswirkungen der Teuerung auf die Sozialhilfe

Nach mehr als einem Jahrzehnt mit stabilen Preisen steigt der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) Anfang 2022 erstmals wieder deutlich und die Jahresteuerung beträgt im Mai 2,9 Prozent (Indexstand 104,0). Markant ist der Preisanstieg bei Heizöl (211,2). Die Positionen Nahrungsmittel (101,3), Bekleidung (104,0), Gesundheitspflege (99,4) und öffentlicher Verkehr (100,3) verzeichnen einen moderaten Anstieg. Die Kosten für Elektrizität sind leicht erhöht (103,8)[1]. (Dezember 2020 =100, vgl. LIK-Website).

Erdölprodukte, die aktuellen Treiber der Teuerung, sind nicht Teil des SKOS-Warenkorbs. Sie werden als Mietnebenkosten im Rahmen der materiellen Grundsicherung übernommen (vgl. SKOS-RL C 4.1). Die SKOS empfiehlt den Sozialhilfebehörden in der aktuellen Situation, die effektiven Mietnebenkosten zu übernehmen, auch wenn dadurch die Limiten für Nebenkosten überschritten werden. Dabei soll überprüft werden, ob die höheren Nebenkosten tatsächlich durch die Preissteigerung bei den Erdölprodukten (Heizöl, Gas) verursacht werden.

Die Teuerung im SKOS-Warenkorb ist zurzeit noch gering. Kurzfristige Anpassungen beim Grundbedarf für den Lebensunterhalt sind deshalb nicht nötig. Die SKOS beobachtet die Entwicklung und wird bei Bedarf ihre Empfehlungen anpassen.

Wenn unterstützten Personen aufgrund von vorübergehenden Preissteigerungen auf unausweichlichen Positionen hohe Zusatzkosten entstehen, kann nach einer Einzelfallprüfung die Übernahme dieser Kosten in Betracht gezogen werden.

1Die Stromkosten werden jeweils im Herbst für das Folgejahr festgelegt. Der Anstieg von 3,8 Prozent gilt somit für das ganze Jahr 2022. Unter folgendem Link können die Kosten pro Gemeinde abgerufen werden. www.strompreis.elcom.admin.ch

SKOS-Forum/Städteinitiative-Tagung der Leitenden Angestellten: «Agenda 2030: Soziale Nachhaltigkeit in der Sozialhilfe» - jetzt anmelden!

Donnerstag, 22. September 2022, Stadttheater Olten

Die Menschheit von der Tyrannei der Armut und der Not zu befreien, unseren Planeten zu heilen und zu schützen. Dies ist das Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wo steht die Schweiz bei der Umsetzung der Sozialen Sustainable Goals? Was bedeuten sie konkret für die Sozialhilfe? Kann Nachhaltigkeit im Beratungsalltag und in der Methodik berücksichtigt werden? Wie kann sich die Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig entfalten? Fragen zur Reduktion sich fortsetzender Prekarität, zur Chancengleichheit in der Bildungslaufbahn und nachhaltiger sozialer und beruflicher Integration werden am Forum 2022 diskutiert.



Weitere Informationen und Anmeldung

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.