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Abnahme der Sozialhilfequote auf 3,1% im 2021

Im Jahr 2021 haben in der Schweiz 265 100 Personen mindestens einmal eine finanzielle Leistung der wirtschaftlichen Sozialhilfe erhalten. Die Sozialhilfequote sank damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Der Rückgang ging einher mit einer tieferen Anzahl an Neueintritten. Damit waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Sozialhilfe wie auch im Vorjahr gering, wie die aktuelle Sozialhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. Umfangreiche Massnahmen von Bund und Kantonen zur Abfede­rung der wirtschaftlichen Pandemiefolgen halten die Auswirkun­gen der Pandemie auf die Sozialhilfe in Grenzen, schreibt das BFS.

Während die Anzahl abgeschlossener Dossiers im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie deutlich zurückging (2019: 50 900; 2020: 48 600), ist im Jahr 2021 wieder eine leichte Zunahme der Abschlüsse festzustellen. Im Jahr 2021 waren 49 600 Dossierabschlüsse ausgewiesen, was einer Zunahme von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch verblieb die Anzahl abgeschlossener Dossiers zusammen mit dem Jahr 2020 auf dem tiefsten Stand seit 2013. Für Personen in einem laufenden Sozialhilfebezug war dement­sprechend kaum eine Zunahme der Ablösechancen festzustellen, sie konnten noch nicht spürbar von der Erholung des Arbeits­marktes in der zweiten Jahreshälfte 2021 profitieren.

Gemäss dem Fallzahlen-Monitoring der SKOS setzt sich der Rückgang der von der Sozialhilfe unterstützten Personen auch im 2022 fort und wird noch stärker. Ende November 2022 liegt der Index bei 92,8. In diesem Monat wurden als 7,2% weniger Personen unterstützt als im Durchschnittsmonat des Jahres 2019. Den Hauptgrund für die Fallabnahme sieht die SKOS vor allem in der guten Wirtschaftslage und dem allgemeinen Arbeitskräftemangel. Daneben gilt es die Verschärfungen im Ausländerrecht zu beachten. Sie führen dazu, dass mehr Menschen auf die Unterstützung von Sozialhilfe verzichten, weil sie damit Gefahr laufen, den Aufenthalt in der Schweiz zu verlieren.

BFS-Bericht

Fallzahlen-Monitoring

 

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SKOS-Forum/Städteinitiative-Tagung

Dauerhafte Stabilisierung von Klienten durch Soziale Arbeit – Die «Agenda 2030» und ihre Bedeutung für die Sozialhilfe

Donnerstag, 22. September 2022, Stadttheater Olten

Die Menschheit von der Tyrannei der Armut und der Not zu befreien, unseren Planeten zu heilen und zu schützen. Dies ist das Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wo steht die Schweiz bei der Umsetzung der Sozialen Sustainable Goals? Was bedeuten sie konkret für die Sozialhilfe? Kann Nachhaltigkeit im Beratungsalltag und in der Methodik berücksichtigt werden? Wie kann sich die Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig entfalten? Fragen zur Reduktion sich fortsetzender Prekarität, zur Chancengleichheit in der Bildungslaufbahn und nachhaltiger sozialer und beruflicher Integration werden am Forum 2022 diskutiert.



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