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Längere Schulpflicht gegen Ausbildungsabbrüche

Bild: Palma Fiacco

Wer im Kanton Genf nach der obligatorischen Schule keine Lehre oder andere Ausbildung beginnt, ist seit 2018 verpflichtet, bis zum 18. Lebensjahr weiter zur Schule zu gehen. Ziel der Initiative ist, den Anteil an Jugendlichen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II zu erhöhen (aktuell 85 Prozent im Kanton Genf).

Hintergrund ist, dass im Kanton Genf jedes Jahr 1000 Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen, darunter 550 Minderjährige. Auf lange Frist sind diese Jugendlichen viermal häufiger arbeitslos oder von der Sozialhilfe abhängig, als diejenigen mit einem Abschluss.

Nach einem Jahr ziehen die Verantwortlichen eine erste positive Bilanz: Für mehr als 700 Jugendliche, die sonst ohne Lehrstelle oder Ausbildungsplatz geblieben wären, konnte mit dem Einsatz verschiedener Massnahmen eine Lösung gefunden werden.

In diesem Zusammenhang hat der Kanton Genf  ausserdem eine Bestandsaufnahme zum Phänomen der Ausbildungsabbrüche in Genf veröffentlicht.

Medienmitteilung Kanton Genf (Französisch)
Bericht «Indicateurs du décrochage de la formation» (Französisch)

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