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Der Rat für Armutsfragen nimmt Form an

Die Mitglieder des ersten Rates für Armutsfragen in der Schweiz sind gewählt. Der Rat hat die Aufgabe, die politische Teilhabe von armutserfahrenen Menschen zu stärken und innovative Lösungen zur Prävention und Bekämpfung von Armut zu fördern. Mit der Einsetzung des Rates für Armutsfragen tritt das Pionierprojekt zur dauerhaften Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung in eine neue Phase und setzt Impulse für die Armutspolitik in der Schweiz. Der Rat besteht aus zwölf armutserfahrenen Personen mit Stimmrecht und sechs Fachleuten mit beratender Stimme. Die Bündelung von Erfahrungswissen und fachlicher Expertise in einem Gremium ermöglicht die Entwicklung von konkreten Lösungsansätzen zur Armutsbekämpfung, die in der sozialen Realität verankert sind und dem politischen Kontext Rechnung tragen.

Über 80 Bewerbungen

Insgesamt hatten über 80 Personen ihre Bewerbung für eine Ratsmitgliedschaft eingereicht. Aufgrund des breiten Interesses konnten Frauen und Männer ernannt werden, die nicht nur alle Regionen, sondern auch verschiedene Altersgruppen, Hintergründe, Lebensläufe und Fachbereiche repräsentieren (unter anderem: NGO, Behörden, Politik, Wissenschaft).

Bis 2028 läuft die Pilotphase. In dieser ersten Phase wird der Rat vor allem seine Prioritäten und Arbeitsweise festlegen, sein Netzwerk ausbauen und sich gegenüber den relevanten Kreisen und der Öffentlichkeit positionieren. Die Ernst Göhner Stiftung, die Christoph Merian Stiftung und das Migros-Kulturprozent beteiligen sich an der Projekt-Finanzierung, es werden jedoch noch weitere Förderinnen und Förderer gesucht, um die finanzielle Grundlage zu sichern. Mitte 2028 ist eine Evaluation der Pilotphase geplant.

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