aktuelle SKOS Richtlinien

Bericht der Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der SKOS beschäftigt 13 Mitarbeiter:innen mit insgesamt 810 Stellenprozenten.
2025 lagen die Schwerpunkte wie folgt: 

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Die Bieler Tagung 2025: Rund 300 Interessierte nahmen an der Bieler Tagung zum Thema «Wohnen und Prekarität in der Schweiz: Herausforderungen und Perspektiven» teil. Wohnen ist der grösste Kostenfaktor für Menschen mit niedrigem Einkommen. Von der Sozialhilfe unterstützte Personen geraten durch den Preisanstieg bei den Mieten noch stärker unter Druck. Neben der Schwierigkeit, eine Wohnung zu einem angemessenen Preis zu finden, ist es auch immer komplizierter geworden, Wohnbedingungen zu finden, die in Bezug auf Grösse, Lärm und Gesundheit angemessen sind. Prekäre Wohnsituationen haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit und die soziale und wirtschaftliche Integration der Betroffenen. Die Bieler Tagung 2025 hat diese wachsende Problematik in den Vordergrund gestellt. Es wurde sowohl die Situation unterstützter Personen und Sozialdienste als auch bewährte Lösungen und Instrumente vorgestellt.

Die SKOS-Kommission Organisationsentwicklung OE organisierte 2025 wieder eine Forum-Veranstaltung. Am 25. Juni fand in Zürich ein Forum zum Thema «Einführung digitaler Fallführungssysteme – Sind die Mitarbeitenden im Boot?» statt. Am Forum der SKOS und der Städteinitiative ging es darum, wie die Herausforderungen an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit und IT zu bewältigen sind. Zwei Sozialdienste berichteten über ihre Erfahrungen bei der Einführung eines neuen digitalen Informatiksystems im Sozialdienst. Ferner ging es darum, wie die Mitarbeitenden einbezogen werden können. 

Die Mitgliederversammlung fand am 12. Juni 2025 in Stans (NW) statt. Nebst den statutarischen Geschäften ging es um das Thema «Integrationsagenda Schweiz und ihre Auswirkungen auf die Sozialhilfe». An der Mitgliederversammlung wurden Analysen des bis heute Erreichten und konkrete Beispiele aus den Kantonen vorgestellt. Aus Anlass des 120-Jahr-Jubiläum der SKOS gab es eine Filmpräsentation zur Mitgliederumfrage, welche die SKOS hat im Rahmen des 120-Jahr-Jubiläums durchgeführt hatte und einen Kuchen für alle. Einige Ex-Präsidenten oder Geschäftsführer:innen der SKOS kamen ebenfalls aus Anlass des Jubiläums nach Stans. Nach der MV und anschliessendem Stehlunch nahmen viele Teilnehmende an der Stadtführung teil.

Wie jedes Jahr hat die SKOS wieder zweimal ihre Weiterbildung«Einführung in die Sozialhilfe» angeboten: einmal in Winterthur und einmal in Olten.

Publikationen

Publikationen

Grundlagenpapiere

  • Klimawandel und soziale Risiken: Der Klimawandel verschärft soziale Risiken: Menschen mit knappen Ressourcen haben weniger Möglichkeiten, sich vor den negativen Auswirkungen zu schützen. Auch braucht es für eine gerechte Klimatransformation ein waches Auge für Verteilungsfragen – die Sozialhilfe kann dazu ihren Beitrag leisten.
  • Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in der Sozialhilfe: Schätzung der Entwicklung der Zahlen und Kosten 2024 – 2028: Die SKOS veröffentlicht seit 2019 eine Prognose zur Entwicklung der Ausgaben und Anzahl Sozialhilfebeziehenden unter Einbezug der Daten des Staatssekretariats für Migration. Damit erhalten Kantone und Gemeinde eine Basis für ihre langfristige Planung.
  • Wohnen: aktuelle Herausforderungen und Handlungsansätze: Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Die Herausforderungen und Handlungsansätze aus Sicht der Sozialhilfe hat die SKOS bereits in einem Grundlagenpapier im Jahr 2020 geschildert (SKOS, 2020). Im vorliegenden Text wird auf die neuesten Entwicklungen bezüglich Herausforderungen und die Handlungsmöglichkeiten eingegangen. (Oktober 2023, aktualisiert Februar 2024 und Juni 2025)
  • Sozialhilfe: Entwicklung der Ausgaben: Das SKOS-Grundlagenpapier bündelt Fakten, um den sachbezogenen Diskurs zu unterstützen. Zuerst wird aufgezeigt, wie sich die Ausgaben der wirtschaftlichen Sozialhilfe in den letzten Jahren entwickelt haben. Anschliessend werden die Einflussfaktoren auf die Ausgabenentwicklung beschrieben. Nach einem Fazit werden zudem sozialpolitische Handlungsempfehlungen abgegeben
  • Ergänzungsleistungen für Familien: FamEL sind ein wirksames Instrument zur Reduktion von Familienarmut und zur Entlastung der Sozialhilfe. Das Papier zeigt Erfahrungen aus den Kantonen auf, gibt aktualisierte Empfehlungen für die Einführung von FamEL und empfiehlt ergänzend Massnahmen wie niederschwellige Beratung, Unterstützung im Bildungsbereich und eine bezahlbare Kinderbetreuung.
  • Sozialhilfe: Ursachen und Folgen von Überschuldung: Dieses Grundlagenpapier aktualisiert und ergänzt bestehende Erkenntnisse zu den Ursachen und Folgen von Überschuldung bei Sozialhilfebeziehenden. Es bietet einen Überblick über aktuelle Studienergebnisse, Praxiserfahrungen und Lösungsansätze im Umgang mit verschuldeten Klientinnen und Klienten in der Sozialhilfe.
  • Finanzierung in der Grundkompetenzförderung: Das Papier gibt Auskunft zur Finanzierung der Grundkompetenzförderung in den Bereichen Sozialhilfe, Integrationsförderung, arbeitsmarktlichen Massnahmen und Invalidenversicherung

Merkblätter und Empfehlungen

  • Zuständigkeitskonflikte in der Sozialhilfe: Nicht in jedem Fall ist klar, wer für die Unterstützung einer bedürftigen Person zuständig ist. Es liegt in diesen Fällen ein Zuständigkeitskonflikt vor. Umstritten kann sein, in welchem Kanton der Unterstützungswohnsitz der bedürftigen Person ist oder es ist umstritten, wer als zuständiger Aufenthaltskanton hilfepflichtig ist. (Januar 2012, punktuelle Aktualisierungen November 2025)
  • Unterstützung ausländischer Personen aus Drittstaaten: Das Dokument gibt einen Überblick über die sozialhilferechtlichen Ansprüche von Drittstaatenangehörigen in der Schweiz. Es erläutert die verschiedenen Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen, deren Voraussetzungen sowie deren Bedeutung im Kontext der Sozialhilfe. Die Ausführungen stützen sich auf relevante Gesetze und Verordnungen und gelten unter Vorbehalt kantonaler Abweichungen. (August 2025, ersetzt die Version von 2019)
  • Unterstützung von Auslandschweizer:innen: Das Merkblatt bietet einen Überblick über die Unterstützungsmöglichkeiten für Auslandschweizer:innen – sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Im Fokus stehen die sozialhilferechtlichen Zuständigkeiten von Kantonen und Gemeinden sowie die Voraussetzungen für eine Unterstützung durch den Bund. Auch besondere Regelungen bei Mehrfachstaatsangehörigkeit oder dringlicher Hilfe werden erläutert. Ferner erläutert es Unterstützungskonstellationen bei Aufenthalt in der Schweiz, wie eine allfällige Rückkehr gehandhabt wird und es listet wertvolle Kontaktadressen.
  • Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung für armutsgefährdete Menschen in der Schweiz: Die schweizerischen Zahnärztegesellschaft (SSO) und die SKOS haben eine gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) verfasst, was den Zugang zur Zahnmedizin für Armutsbetroffene angeht. Diese stützt sich u.a. auch auf die Handlungsempfehlungen der Vereinigung der Kantonszahnärzt:innen der Schweiz.

Vernehmlassungen

  • Vernehmlassung zum Entlastungspaket 2027
  • Vernehmlassung zur Umsetzung der parlamentarischen Initiative «Armut ist kein Verbrechen» (20.451 n)

Fachmagazin Die Sozialhilfe

Das Fachmagazin der SKOS erschien in ihrem 122. Jahr wie üblich in vier Ausgaben, zum ersten Mal als komplette Ausgabe auch auf Französisch unter dem Namen L’AIDE SOCIALE – La revue spécialisée de la CSIAS. Die deutschsprachige Ausgabe, die ehemalige ZESO erschien neu unter dem Namen DIE SOZIALHILFE – Das Fachmagazin der SKOS.

Das nun zweisprachige Fachmagazin der SKOS beleuchtete neben vielen weiteren Themen folgende Schwerpunktthemen:

  • 1/25: Wohnungsnot – Folgen für Armutsbetroffene. Auf der Suche nach Handlungsmöglichkeiten
  • 2/25: Leben mit Schulden. Strukturelle Ursachen und mögliche Perspektiven
  • 3/25: Transformationen erfolgreich bewältigen. Digitalisierung stellt hohe Anforderungen ans Management
  • 4/25: Einsamkeit und Armut – eine Wechselwirkung. Umgang mit dem komplexen Thema der Einsamkeit in der Sozialhilfe

 

Neue Hilfsmittel für die Sozialhilfe

Neue Hilfsmittel für die Sozialhilfe

Neue Hilfsmittel für die Sozialhilfepraxis

  • Caseload ConverterIn Folge eines im Herbst durchgeführten Webinars, durch das die SKOS wertvolle Rückmeldungen erhielt, wird der Rechner weiter verbessert. Zurzeit haben 61 kommunale und regionale Sozialdienste eine Lizenz erworben.  Link
  • Indikatoren zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien: Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und die Sozialhilfe Basel-Stadt erarbeiteten in einem von der SKOS finanzierten Projekt Grundlagen zur Erstellung von Mietzinsrichtlinien. Der Bericht wurde im Januar 2025 fertiggestellt. Link

 

Weitere Aktivitäten

Weitere Aktivitäten

  • Weiterbildungsoffensive: Auch 2025 wurden Sozialdienste wieder praxisnah beim Aufbau von Förderstrukturen unterstützt. Das Folgeprojekt startete im März 2024 und läuft noch bis September 2026.
  • Die SKOS war am Kongress «Transformation sozialer Dienste - where care meets tech» des Europäischen Netzwerks für Soziales in Aarhus anwesend. Corinne Hutmacher und Pascal Scatolin stellten an einem Workshop den Caseload Converter vor.

Berichte aus den Kommissionen

Die SKOS bedankt sich bei allen Mitgliedern, welche sich aktiv in einer der vier Kommissionen engagieren und so dazu beitragen, dass die Sozialhilfe in der Schweiz weiterentwickelt werden kann. Nachstehend der Jahresrückblick der einzelnen Kommissionen:

• Kommission Organisationsentwicklung

• Kommission Organisationsentwicklung

Die Kommission OE bearbeitet organisationsspezifische Fragen der Sozialhilfe und ihrer Organisationen. Sie leistet damit einen Beitrag an die Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Sozialhilfe.

Die Kommission befasste sich 2025 schwerpunktmässig mit der Digitalisierung. Sie organisierte eine Forumsveranstaltungen zum Thema «Einführung digitaler Fallführungssysteme – Sind die Mitarbeitenden im Boot?». Die Stadt Zürich übernahm bei dieser Veranstaltung die Gastgeberrolle und berichtete über ihre Erfahrung mit der Einführung eines neuen Fallführungssystems. Auch weitere Referent:innen berichteten von ihrer wertvollen Erfahrung zu Digitalisierungsvorhaben und wie die Mitarbeitenden positiv mitgenommen und einbezogen werden konnten. Die Veranstaltung stiess auf sehr viel positive Resonanz und für das Organisationskomitee und die gesamte Kommission bestätigte sich die neue Form der Forumsveranstaltungen weiterhin.

Weiter behandelte die Kommission OE im Jahr 2025 folgende Themen im Rahmen ihrer fünf Sitzungen:

  • Diskussion der Ergebnisse des Richtlinien-Monitorings 2024. Das Monitoring wird seit 2014 alle zwei/drei Jahre gemacht. Es zeigt, wie die Empfehlungen der SKOS-Richtlinien in den Kantonen und Gemeinden umgesetzt werden.
  • Stellungnahme zu der Richtlinienrevision der SKOS mit Blick auf die Auswirkungen für die Organisation der Sozialdienste und Tätigkeiten der Fachkräfte.
  • Diskussion der Fachkräftestudie SavoirSocial-SASSA: Die Kommission durfte dem Projektteam ihre Einschätzungen zu den Ergebnissen mitgeben.
  • Präsentation Masterarbeit «Ankommen in der Praxis» durch Susan von Gunten (Sozialarbeiterin/Stv. Bereichsleiterin Sozialdienst Zug) welche sich damit auseinandergesetzt hat, wie der Berufseinstieg in Sozialdiensten gut gelingen kann. Für die Autorin ist die wichtigste Erkenntnis: Die Leitungspersonen und das Team müssen harmonieren und für die Berufseinsteigenden unterstützend wirken. Die Präsenz einer Bezugsperson und das Gefühl, immer fragen zu dürfen, sind sehr wichtig.
  • Erarbeitung von Grundsätzen und Handlungsschwerpunkte der Kommission im Rahmen des Leitungswechsels

Karin Anwander entschied sich nach fünf Jahren das Präsidium der Kommission OE abzugeben. Wir danken Karin Anwander an dieser Stelle herzlich für ihr langjähriges Engagement in dieser Funktion und freuen uns, dass sie der Kommission als Mitglied weiterhin erhalten bleibt. Mathias Kaufmann (GR) und Angela Baumann (Winterthur) übernahmen im April 2025 das Co-Präsidium. Beide waren bereits bestehende Mitglieder der Kommission Organisationsentwicklung und übernahmen die neue Funktion mit grosser Freude. 

Im Zuge der Übernahme des neuen Co-Präsidiums wurden in der Kommission gemeinsam entlang von Leitsätzen neue Themenschwerpunkte für die Jahre 2026 – 2030 erarbeitet. Die Kommission wird sich schwerpunktmässig mit möglichen Organisationsformen sowie der Professionalisierung von Sozialdiensten, Digitalisierung und insbesondere KI als Hilfsmittel für Sozialdienste sowie der Optimierung von Prozessen und Abläufen in der Sozialhilfe befassen.

Per Ende 2025 hat Anna Suppa (HETSL) die Kommission verlassen.

Aktuelle Mitglieder: Karin Anwander (Glarus), Susanne Beck (Reinach), Markus Bieri (Frutigen), Martin Fasel: (Sense-Mittelland), Christoph Gehrlach (Berner Fachhochschule), Cathrin Habersaat (HSLU, Soziale Arbeit), Corinne Hutmacher-Perret (SKOS), Maria Jurkovic Löffler (BS), Markus Kaufmann (SKOS), Nina Schicker (Bezirk Einsiedeln)

Kommissionspräsidium: Angela Baumann (Winterthur), Mathias Kaufmann (GR)

• Kommission Rechtsfragen

• Kommission Rechtsfragen

Die Kommission Rechtsfragen traf sich 2025 an drei halbtägigen Sitzungen und einer ganztägigen Retraite. Die RF überarbeitete das Merkblatt «Unterstützung ausländischer Personen aus Drittstaaten» aus dem Jahr 2019 vollständig und nahm im Merkblatt «Zuständigkeitskonflikte in der Sozialhilfe» punktuelle Anpassungen vor. Die Aktualisierung der SKOS-Merkblätter von 2019 betreffend die Unterstützung von Personen aus dem EU/EFTA-Raum und aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich sind im Gang und können voraussichtlich 2026 abgeschlossen werden. Auch die Arbeiten am Grundlagenpapier «Instrumente der Sozialhilfe» werden 2026 abgeschlossen.

Die RF diskutierte diverse Fragen im Zusammenhang mit den laufenden Richtlinienrevisionen. Sie behandelte Praxisfragen zu verschiedenen Themen, beispielsweise zur Verrechnung von Schulden der sozialhilfebeziehenden Person aus früheren Unterstützungsperioden mit aktuellen Sozialhilfeansprüchen, zur Anrechenbarkeit von Einnahmen aus strafrechtlich verpönten Handlungen oder zur Zulässigkeit einer Auflage, die den sparsamen Umgang mit Geld bei einer zwischenzeitlichen Ablösung verfolgt. Weiter wurden verschiedene Bundesgerichtsentscheide, aber auch kantonale Entscheide mit Relevanz zur Sozialhilfe besprochen.

Aktuelle Mitglieder: Melanie Gasser (AG), Laura Imhof (Biel), Cäcilia Lachenmeier (Stadt Luzern), Anja Lehmann (SKOS), Anja Loosli (BL), Ruth Schnyder (Sozialversicherungsgericht BS), Cécile Send (SKOS), Thomas Spescha (Zürich), Petra Spinas (Dübendorf), Paola Stanic (ARTIAS), Claudio Tomaschett (GR), Simone Troxler (Bern), Sabine Wittwen-Oehler (SG), Guido Wizent (BS)

Kommissionspräsidium: Nadine Zimmermann (ZH)

• Kommission Richtlinien und Praxis

• Kommission Richtlinien und Praxis

Die Kommission Richtlinien und Praxis traf sich im Jahr 2025 an drei halbtätigen Sitzungen und einer zweitägigen Retraite in St. Gallen. Schwerpunktthema war die Variantenausarbeitung eines Zuschlages zum Grundbedarf für Kinder und Jugendliche in der Sozialhilfe sowie die Einführung weiterer Förderinstrumente für Kinder und Jugendliche in der Sozialhilfe. Intensiv beschäftigt hat sich die Kommission weiter mit dem Thema Rückerstattung. Es stellten sich den Mitgliedern unter anderem die Frage der Einführung neuer Modelle, der Befreiung von der Rückerstattung Alleinerziehender oder die Ausformulierung von Berechnungshilfen. Die Kommission gelangte noch zu keiner grossmehrheitlichen Konklusion und wird sich im Jahr 2026 weiter mit diesem Thema beschäftigen. Schliesslich setzte sich die Kommission grundlegend mit dem Konkubinatsbeitrag sowie der Haushaltsführungsentschädigung auseinander und möglicher Alternativmodelle. Auch diese beiden Themen führten zu spannenden Diskussionen, welche auch im Jahr 2026 weiterbearbeitet werden.

Gleich über drei neue Zugänge kann sich die Kommission RiP dieses Jahr freuen: Joel Erni (Thun), Turi Schallenberg (Diessenhofen) und Miriam Liechti (Wädenswil)

Verabschiedet haben sich 2025 von der Kommission Beatrice Aerni (Thun), Jürg Bruggmann (Weinfelden) und Markus Morger (Wädenswil)

Aktuelle Mitglieder: Robin Bannwart (Wattwil), Eva Bühler (Baden), Heinrich Dubacher (Horw), Philippe Dubois (NE), Renate Ellenbroek (Muttenz), Joel Erni (Thun), Roland Favre (Sion), Philip Fehr (St. Gallen), Philipp Frei (Budgetberatung Schweiz), Marion Hasler (Obwalden), Lea Höschele (Herrliberg), Markus Kaufmann (SKOS), Michael Keogh (Basel), Thomas Knill (Zürich), Anita Küng (Luzern), Anja Lehmann (SKOS), Miriam Liechti (Wädenswil), Patricia Max (Luzern), Julien Nicolet (FR), Cristina Oberholzer Casartelli (TI), Turi Schallenberg (Diessenhofen), Cécile Send (SKOS), Paola Stanic (ARTIAS), Simon Vögeli (Köniz), Christine Werder (Winterthur)

Kommissionspräsidium: Claudia Hänzi (BE)

• Kommission Sozialpolitik und Sozialhilfe

• Kommission Sozialpolitik und Sozialhilfe

Die Kommission verfolgt und diskutiert laufend Entwicklungen, Politiken und Studien im Bereich der Sozialpolitik und der Sozialhilfe. Im Jahr 2025 setzte sie einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema Harmonisierung der Sozialhilfe. Dazu wurden zwei grössere interne Diskussionsrunden durchgeführt. Zudem stellten Pascal Coullery (BFH, SoSo) und Melanie Studer (HSLU) Ergebnisse aus dem Projekt «Recht und Wirklichkeit in der Sozialhilfe» vor. Das Projekt untersucht die kantonalen Sozialhilfesysteme systematisch und ordnet diese in eine Typologie ein; die Resultate bildeten eine wichtige Grundlage für die Diskussionen in der Kommission.

Im Kontext des Harmonisierungsthemas befasste sich die Kommission vertieft mit Fragen der Regionalisierung und Professionalisierung der Sozialdienste. Diese wurden zunächst im Rahmen eines Workshops und anschliessend in einer kürzeren Follow-up-Diskussion aufgegriffen. Das Thema soll insbesondere gemeinsam mit den anderen SKOS-Kommissionen weiterentwickelt und vertieft diskutiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Absicherung von Familien. Die Kommission diskutierte und kommentierte das SKOS-Grundlagenpapier zu den Familienergänzungsleistungen (federführend: Andrea Beeler). Die Herbstsitzung widmete sich zudem schwerpunktmässig neuen Familien- und Haushaltsformen. Inputs dazu lieferten Ilka Steiner (BSV) zu neuen Familien- und Haushaltsformen, Tobias Holzgang (Caritas Care) zur Angehörigenpflege sowie Michelle Beyeler (UZH, SoSo) mit statistischen Auswertungen zu Care-Arbeit im DACH-Vergleich. Die Inputs wurden in einem Gruppen-Workshop weiter vertieft und diskutiert.

Darüber hinaus behandelte die Kommission weitere Themen und Referate, unter anderem zur Nationalen Struktur gegen Armut (Philipp Dubach, BSV, SoSo) sowie zum Armutsrat (Mirjam Zbinden, BSV), zu den Potenzialen sozialräumlicher Datenanalysen für Analyse und Steuerung (David Kaufmann, UZH), zur Evaluation des Projekts «Fokus Arbeit in Biel» (Simon Steger, BFH), zur Modernisierung der Sozialhilfestatistik (Marc Dubach, BFS, SoSo) sowie zu Wohnen und Sozialhilfe.

Das durch eine Arbeitsgruppe der Kommission verfasste Papier «Klimawandel und Soziale Risiken» wurde als Diskussionspapier auf der Homepage veröffentlicht und zusätzlich mit einem Debattenbeitrag in «Die Sozialhilfe» sowie einer Ankündigung im Newsletter aufgegriffen.

2025 verzeichnet die Kommission SoSo drei neue Mitglieder: Melea Kühne (Pro Senectute), Simon Röthlisberger (SECO) und Emilie Clavel (AvenirSocial)

Ausgetreten sind Annina Grob (AvenirSocial) und Daniela Bieri (SECO)

Aktuelle Mitglieder: Andrea Beeler (SKOS), Yann Bochsler (FHNW), Emilie Clavel (AvenirSocial), Pascal Coullery (BFH), Marc Dubach (BFS), Philipp Dubach (BSV), Rebecca Durollet (VD), Doris Egloff (Winterthur), Tindaro Ferraro (SEM), Daniel Frei (Burgdorf), Heinz Indermaur (St. Gallen), Markus Kaufmann (SKOS), Melea Kühne (Pro Senectute), Aline Masé (Caritas), Nicole Mylonas (Zürich), Simon Röthlisberger (SECO)

Kommissionspräsidium: Michelle Beyeler (Universität Zürich), Thomas Michel (Biel/Bienne)

SKOS Arbeitsgruppen

SKOS Arbeitsgruppen

  • AG Asylsozialhilfe: Anja Lehmann und Cécile Send (SKOS, Leitung), Marie-Pascale Bagnoud (VS), Remo Dörig (SODK), Nicole Gysin (KdK), Claudia Hänzi (RiP), Marcel Käselau (SZ), Markus Kaufmann (SKOS), Anja Loosli Brendebach (BL), Loranne Mérillat (AG), Nadine Zimmermann (Rechtsfragen)
  • AG RiP: Heinrich Dubacher, Philippe Dubois, Philip Fehr, Anja Lehmann, Patricia Max, Cécile Send, Simon Vögeli, Michael Keogh, Lea Höschele, Mirjam Liechti
  • Austauschgruppe GRP zur RL-Revision: Corinne Hutmacher-Perret, GRP-Mitglieder, Philipp Dubois, Amanda Ioset
Netzwerke

Netzwerke

Die SKOS engagierte sich im Jahr 2025 wiederum in einer Reihe von Netzwerken:

Charta Sozialhilfe – Steuergruppe: Manfred Dachs (Leitung, Stadt Zürich), Gaby Szöllösy und Remo Dörig (SODK), Nicolas Galladé und Karin Landolt (Städteinitiative), Franziska Ehrler (Städteverband)

IIZ-Fachstelle – Begleitgruppe Trägerorganisationen: Michael Christen (Vertreter der Sozialhilfe in der IIZ-Fachstelle und Mitarbeiter Sozialamt Stadt Bern), Daniel Knöpfli (Städteverband, SoKo ZH), Nina Ammon (Gemeindeverband), Franziska Ehrler (Städteverband), Karin Landolt (Städteinitiative), Remo Dörig (SODK)

Zahnmedizin (GF): Die SKOS hat sich bemüht mit der Zahnärztegesellschaft SSO den Zugang zu einer wirksa-men zahnärztlichen Versorgung für Armutsbetroffene sicherzustellen. Es wurde ein «letter of intent» unter dem Titel «Mundgesundheit für alle» publiziert, um diesem Ziel näher zu kommen.