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Lesen, Rechnen, Problemlösen – für viele ein Problem

Im Lesen, in Alltagsmathematik und im Problemlösen weisen die Erwachsenen in der Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittliche Werte aus. Trotzdem haben ungefähr 30 Prozent der 16- bis 65-Jährigen in mindestens einem dieser drei Bereiche geringe Kompetenzen. Dies entspricht rund 1,67 Millionen Personen. Unterschiede bei den Kompetenzen lassen sich unter anderem zwischen Personen mit unterschiedlichem Bildungsniveau, Alter, sowie unterschiedlicher Hauptsprache oder Herkunft feststellen. Dies zeigt der nationale Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu den ersten Resultaten des zweiten Zyklus des Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) der OECD. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Kompetenzen mit zunehmendem Alter abnehmen. In der Schweiz geborene Personen schnitten im Test besser ab als Zugewanderte. Sozialhilfebeziehende wurden in der Studie nicht als eigene Gruppe untersucht. Angesichts des tiefen formellen Bildungsstandes vieler Sozialhilfebeziehender und des wachsenden Anteils an Zugewanderten in der Sozialhilfe, ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Grundkompetenzförderung in der Sozialhilfe sehr hoch ist.  

Die Resultate bestärken den Bund in seinen Bemühungen, die Grundkompetenzen von Erwachsenen mit gezielten Fördermassnahmen zu unterstützen, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Die Resultate der internationalen Studie schliessen ein Lücke, da die letzten Zahlen für die Schweiz auf die 00-er-Jahre zurückgingen.

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