aktuelle SKOS Richtlinien

Krankentaggeldversicherung : Obligatorium wird im Parlament diskutiert

Die Mehrheit der Arbeitnehmenden ist in der Schweiz durch eine Krankentaggeldversicherung gegen Lohnausfall bei längerer Krankheit versichert. Für eine Minderheit, insbesondere jene, die in kleinen Unternehmen oder in prekären Jobs arbeiten, gibt es diese Absicherung aber nicht. NR Marco Romano will mit seiner Motion diese Lücke im System der sozialen Sicherheit mit einem Obligatorium schliessen. Der Bundesrat soll mit der Motion beauftragt werden, eine gesetzliche Grundlage auszuarbeiten, mit der die Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für den Erwerbsausfall bei Krankheit zu versichern. Der Nationalrat hat der Motion bereits zugestimmt, der Ständerat entscheidet nach einem Hearing in der vorberatenden Kommission voraussichtlich in der Wintersession 2026. 

Die SKOS erachtet ein Obligatorium als wirksames Mittel in der Armutsprävention und unterstützt deshalb diese Motion. Der Bundesrat hatte in der Vergangenheit wiederholt dargelegt, dass er die geltende Regelung, die vor allem auf sozialpartnerschaftlichen Lösungen beruht, einer obligatorischen Erwerbsausfallversicherung vorzieht. 

Motion Romano

Bericht ARTIAS 

 

SKOS-Weiterbildung «Einführung in die öffentliche Sozialhilfe»