Am 3. November 2025 traf sich das SKOS-Präsidium mit Bundesrätin E. Baume-Schneider. Im Zentrum des konstruktiven Gesprächs stand die vom Bundesrat angekündigte IV-Revision. Geplant sind neue Massnahmen, die auf junge Erwachsene mit psychischen Problemen zugeschnitten sind. Seit 2015 steigen die Neurenten bei dieser Gruppe stark. Die SKOS betonte im Gespräch, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Gesundheits- und Sozialbereich wichtig ist. Sie regt für eine bessere Koordination eine Task force an und spricht sich für verstärkte Ursachenforschung aus. Eine neue, befristete Leistung für junge Erwachsene, wie sie von der IV-Stellenkonferenz eingebracht wurde, kann eine Lösung sein. Sie ist aber so auszugestalten, dass es nicht zu einer Verschiebung von Lasten zur Sozialhilfe kommt. Angesichts der unsicheren Finanzierung der IV braucht es aus Sicht der SKOS zusätzliche Finanzierungsquellen, über die MWSt., Lohnprozente oder einen Lastgenausgleich zwischen den Sozialversicherungen. Die Sozialhilfe plant ihrerseits, ab 2027 50 Mio. in die Besserstellung von Kindern und Jugendlichen zu investieren. Die konkrete Umsetzung des von der SODK beschlossene Programms wird im Winter 25/26 den SKOS-Mitgliedern zur Vernehmlassung vorgelegt.

