Die diesjährige MV der SKOS fand in Kloten statt. Kurt Hottinger, Stadtrat und ab 1. Juli 2026 Stadtpräsident von Kloten, begrüsste die Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte sowie des Fürstentums Liechtenstein und stellte die Stadt Kloten kurz vor. Neben den statuarischen Geschäften ging es inhaltlich um die Invalidenversicherung. Dabei wurde insbesondere die Frage beleuchtet, wie junge Menschen unterstützt werden können, die für den Arbeitsmarkt «zu krank», für eine IV-Rente jedoch «zu gesund» sind. Florian Steinbacher, Vizedirektor BSV, Leiter des Geschäftsfeldes Invalidenversicherung hat an der Mitgliederversammlung in Kloten die Leitlinien der nächsten IV-Reform vorgestellt.
Thomas Pfiffner, Leiter IV-Stelle Graubünden und Vizepräsident IVSK und Claudia Hänzi, Leiterin Sozialamt Bern und Co-Vizepräsidentin SKOS haben aus der Perspektive der Praxis über die Schnittstellen zwischen IV und Sozialhilfe gesprochen und den Vorschlag der IV-Stellenkonferenz beleuchtet, der vorsieht, für Menschen unter 25 Jahren keine dauerhafte IV-Rente mehr zu sprechen. Auf die Sozialhilfe hätte ein solcher Systemwechsel zweifellos Auswirkungen. In der täglichen Praxis kümmern sich die Sozialhilfe und die IV oft um dieselben Personen, jedoch nach unterschiedlichen, manchmal widersprüchlichen Logiken.
Florian Steinbacher; Thomas Pfiffner; Claudia Hänzi; Niklas Baer, Leiter WorkMed; haben sich unter der Moderation des SKOS-Geschäftsführers Markus Kaufmann darüber ausgetauscht, ob der Vorschlag zu befürworten ist.
Die Mitgliederversammlung 2027 wird in Delémont stattfinden.


