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SKOS begrüsst Fortsetzung des Nationalen Programms - Armut bleibt ein Problem auch in der reichen Schweiz

Bern, 18. April 2018 – Die neusten Zahlen aus der Armutsstatistik zeigen, dass die Armutsquote in der Schweiz trotz Wirtschaftswachstum leicht ansteigt. Die SKOS begrüsst deshalb den Entscheid des Bundesrats das Nationale Programme zur Prävention und Bekämpfung von Armut fortzuführen.

Um Armut zu bekämpfen braucht es breit abgestützte und gut koordinierte Präventionsmassnahmen. Wichtige Stichworte dabei sind die frühe Förderung von Kindern, Massnahmen gegen die Armut von Familien und Alleinerzerziehenden, Weiterbildung für Personen mit ungenügender beruflicher Qualifikation und Massnahmen, damit ältere Arbeitnehmende, bis zur Pensionierung im Arbeitsmarkt bleiben. Dazu gehört insbesondere eine aktive Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden sowie weiterer Akteure, wie sie das Armutsprogramm fördert. Die SKOS begrüsst den Entscheid des Bundesrats zur Verlängerung des Programms in diesem Sinne.

Wichtiger Pfeiler der Armutsbekämpfung ist und bleibt, wie die neue Statistik zeigt, die Sozialhilfe. Die Sozialhilfe soll auch in Zukunft als unterstes Netz das soziale Existenzminimum garantieren und gleichzeitig die berufliche und gesellschaftliche Integration fördern. Zentral ist dabei ein gemeinsames Vorgehen der Kantone. Die vor zwei Jahren erfolgte Revision der SKOS-Richtlinien hatte diese kantonale Koordination zum Ziel. Alle Kantone wenden diese Richtlinien im Moment weitgehend an. Der Kanton Zürich kündigte letzte Woche an, den SKOS-Richtlinien auch im neuen Sozialhilfegesetz Rechnung zu tragen. Erstärkt damit den von den Kantonen erzielten Kompromiss. Die SKOS hofft, dass andere Kantone, die im Moment eine Senkung des Grundbedarfs diskutieren, dem Beispiel des Kantons Zürich dennoch folgen werden.

Auskünfte

Markus Kaufmann, Geschäftsführer SKOS, Tel. 031 326 19 14