Sozialhilfe während Corona-Krise
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Zahl der Sozialhilfefälle als Folge der Coronakrise nimmt leicht zu

Bern, 22. Juni 2020 –  Die Corona-Krise bedeutet weltweit und für die Schweiz den grössten
wirtschaftlichen Einschnitt seit dem 2. Weltkrieg. Ihre wirtschaftlichen Auswirkungen gehen weit über jene der Finanzkrise 2008/2009 hinaus. Die SKOS rechnet mit einem Anstieg der auf Sozialhilfe angewiesenen Personen in den nächsten  zwei Jahren. Das Corona-Monitoring der SKOS von Mai zeigt bereits einen leichten Anstieg der Fallzahlen.

Die SKOS führt seit Mai bei Sozialdiensten in fast allen Kantonen ein Monitoring durch. Mit Hilfe des Monitorings soll die Entwicklung der Fallzahlen laufend beobachtet werden. So können die kurz- und mittelfristigen Herausforderungen rasch festgestellt und zeitnah Massnahmen ergriffen werden. Gemäss der ersten Umfrage bei den Sozialdiensten ist im Mai gesamtschweizerisch ein leichter Anstieg der Fallzahlen bemerkbar (+ 2.7 %). In der Romandie (+4.3 %) und in der Zentralschweiz (+4.2 %) ist der Anstieg etwas deutlicher gegenüber dem Durchschnittsmonat im Jahr 2019. In den Regionen Nordwestschweiz (+0.9 %), Ostschweiz (+0.6 %) und im Kanton Tessin (+2.3 %) ist er nur leicht feststellbar. Die SKOS geht davon aus, dass sich der durch die Corona-Krise bedingte Anstieg erst nach einigen Monaten in der ganzen Schweiz bemerkbar machen wird. Im Moment wirken die Instrumente der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeit, verlängerter Taggeldbezug) und die Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Zudem kann Sozialhilfe erst dann bezogen werden, wenn das Vermögen aufgebraucht ist.

Medienmitteilung

Monitoring Fallzahlen

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