Grundsätzlich sind die Eltern verantwortlich für die Finanzierung der Ausbildung ihrer Kinder. Reichen die finanziellen Mittel nicht aus, können Stipendien oder Darlehen beantragt werden. Die Kantone entscheiden gestützt auf ihr jeweiliges Stipendienrecht, wer wie viel Ausbildungsbeihilfe erhält. Die Stipendienrechte sind sehr heterogen und die Beiträge in den meisten Fällen nicht existenzsichernd.

Geraten junge Erwachsene und ihre Familien wegen Ausbildungskosten in finanzielle Schwierigkeiten, gehören sie nicht in die Sozialhilfe. Junge Erwachsene sollen unabhängig von ihrer Herkunft eine berufliche Grundausbildung machen können, die – wenn nötig – über Stipendien finanziert wird. Die SKOS postuliert daher die Harmonisierung der Stipendien- und Sozialhilfepolitik als konkrete Investition zur Armutsbekämpfung.